M. Bruch und F. Mendelssohn-Bartholdy

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Bruch · Mendelssohn

Max Bruch und Felix Mendelssohn-Bartholdy

Sabrina-Vivian Höpcker spielt die Schottische Fantasie von Max Bruch (op.46) und das Violinkonzert in e-moll von Felix Mendelssohn-Bartholdy (op.64).

Tracklist:

Max Bruch (1838-1920)
Scottish Fantasy, op.46

Introduction: Grave – Adagio cantabile 8:33
Allegro 6:13
Andante sostenuto 6:36
Finale: Allegro guerriero 7:26

Nordwestdeutsche Philharmonie · Edwin Outwater

Felix Mendelssohn-Batholdy (1809-1847)
Violin Concerto in E minor, op.64

Allegro molto appassionato 13:05
Andante 9:14
Allegretto non troppo 0:58
Allegro molto vivace 5:55

Göttinger Symphonie Orchester · Martin Brauß

 

Gesamtspielzeit: 58:00 Minuten


Rezensionen:

joachim_kaiser... Betörend am Spiel der Geigerin Sabrina-Vivian Höpcker erscheint die Mischung aus Zurückhaltung und Bravour, aus scheuer Zartheit und mitreißender Rasse. Sie beginnt Mendelssohns e-Moll Konzert nicht auftrumpfend, sondern innig zurückhaltend. Darum wirken die Steigerungen umso vehementer und logischer. Nie begnügt sich die Interpretin mit passivem unerfüllten Pino. Nie bietet sie unkontrolliertes Fortissimo. Gewisse Momente von Max Bruchs „Schottischer Fantasie“ erklingen so überzeugend, daß man sie für noch viel schöner halten möchte als Bruchs populäres g-Moll Konzert. ...

Joachim Kaiser

thestrad„…Sabrina-Vivian Höpcker hat sich einen Namen gemacht unter den talentierten jungen deutschen Geigerinnen…“

Mendelssohn, Violinkonzert e-moll: „…es ist eine jugendliche Interpretation, die sich voller Elan in die virtuosen Momente stürzt, um dann entspannt die lyrischen Passagen mit Muße zu genießen. Die tonliche Eleganz des langsamen Satzes gefällt mir sehr…“

Bruch, Schottische Fantasie: „…ihre aussagekräftigen Tempi zeigen eine einfühlsame Künstlerin mit außerordentlichem Potential. Der Höhepunkt ist Höpcker´s feuriger und temperamentvoller Finalsatz, der ihre bewundernswerte Technik und herrlich kernige Akkorde zur Schau stellt.

David Denton, „The Strad“, Juli 2010, Auszug

Aussage statt Angabe

Jedem Satz der Schottischen Fantasie liegt eine originale schottische Melodie zugrunde. Schon deshalb kann sich der Zuhörer diesem verwunschenen, finsteren, atmosphärischen Werk nicht entziehen. Die Intensität, mit der sich Sabrina-Vivian Höpcker in den ersten Ton hineinschleicht macht eine Gänsehaut, die im Verlauf des ersten Satzes nicht weichen will. Knackige Tiefen und perlende Höhen, romantische Melodieflüge und keltische Düsterheit, das ist zum Augenschließen und Davontragenlassen. Es ist der Wechsel von musikalischer Angriffslust und lyrischer Zartheit, der Höpckers Interpretation der 'Fantasie' so hörenswert macht.

„Technik ist das, was man am Anfang langsam übt, aber wenn man die Stellen drauf hat, kann man sich ganz auf die Aussage konzentrieren“, sagt die Geigerin selbst über ihr Verhältnis zu virtuosen Passagen, und genau das transportiert sie auch in Mendelssohns Violinkonzert in e moll. Diese schwierigen Stellen geraten nie zum „Hört mal, was ich kann“ sondern haben immer einen musikalischen Gedanken zu Grunde liegen. Auch in schnellsten Läufen spielt Höpcker die Töne direkt mit Liebe aus, sie verweilt den Bruchteil einer Sekunde dort, wo andere Geiger drüber hinweg eilen, und dass eröffnet den Zuhörern stellenweise einen ganz neuen Zugang zur Musik.

Anna Mönks, Neue Westfälische

Ihr Spiel fesselt von der ersten Sekunde an

... Das Hören der CD wird zu einem packenden Erlebnis. Man spürt die Spontanität und Einmaligkeit des Konzertsaal-Auftritts, ohne auf die Perfektion einer Studioaufnahme verzichten zu müssen. Mendelssohns populäres Violinenkonzert erklingt auf hohem Niveau, mit großer Spannbreite vom zurückhaltend dargebotenen Beginn bis hin zum feurig funkelnd musizierten Finale. Doch Sabrina-Vivian Höpcker gelingt es, diese Leistung noch zu toppen. Ihre Einspielung der „Schottischen Fantasie“ fesselt von der ersten Sekunde an.

Bruchs „Fantasie für die Violine unter freier Benutzung schottischer Volksmelodien“, ein gleichsam unterschätztes wie vernachlässigtes Werk, begegnet die Geigerin mit sinnlicher Intensität. Sie vermeidet die Extreme. Ihr Spiel ist wieder kitschig-schwülstig noch kratzig, es ist einfach nur schön - romantisch schön im besten Sinne des Wortes. "Betörend" gleich die düstere Einleitung. Sabrina-Vivian Höpcker gibt der Musik hier - wie in dem ganzen Werk - die Zeit, die sie braucht, um zu wirken, gestaltet zart, weich, organisch und bildet in diesem Ansinnen eine wunderbar homogene Einheit mit den klangstark aufspielenden Musikern der Nordwestdeutschen Philharmonie.

Die „Fantasie“ gilt als Bruchs virtuosestes Werk, technisch viel anspruchsvoller als die Violinkonzerte. Doch Sabrina-Vivian Höpcker reißt nicht durch tempogetriebene Virtuosität mit, sondern durch sinngebende Musikalität, und die lädt ein zum entspannten Genießen. ...

Gisbert Hänsel, Westfalenblatt

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