Habanera · Virtuosenstücke der Romantik

Sarasate · Saint-Saëns · Wieniawski · Ysaÿe

Sarasate · Saint-Saëns · Wieniawski · Ysaÿe

Eine Auswahl von Virtuosenwerken der Romantik von Künstlern wie Sarasate, Saint-Saëns, Wieniawski und Ysaÿe.

Über diese Aufnahme:

Der Aufnahmeort dieser CD ist ein interessantes mittelalterliches Gebäude, „Il Cassero“ genannt, das heute als Museum für etruskische und frühmittelalterliche Kunst dient. Es liegt in der schönen kleinen Stadt Monte San Savino, ein historisches Juwel, in den Hügeln der Toskana.


Tracklist:

Pablo de Sarasate (1844-1908)

Aires Gitanos/Gypsy Airs, Op. 20 9:05
  Moderato - Lento - Un poco più lento (1) 7:01
  Allegro molto vivace (2) 2:04
Romanza Andaluza, Op. 22 No.1 5:25
Habanera, Op. 21 No.2 5:55

 

Eugène Ysaÿe (1858-1931)

Sonata for Solo Violin No.6, Op.27 7:24

 

Camille Saint-Saëns (1835-1921)

Havanaise, Op. 83 10:06

 

Henri Wieniawski (1835-1880)

Polonaise de Concert in D, Op. 4 5:46
Légende, Op. 17 7:31
Fantaisie Brillante sur des motifs de 
l‘opéra »Faust« de Gounod, Op. 20 17:41
  Allegro moderato - Andante ma non troppo (9) 6:42
  Allegro agitato non troppo (10) 2:19
  Andante (11) 5:10
  Tempo di Valse, Allegro non troppo (12) 3:30

 

Gesamtspielzeit: 69:02 Minuten


Rezensionen:

thestrad... Hier ist ein Programm mit virtuosen Feuerwerken und geigerischen Bonbons, das Sabrina-Vivian Höpckers technische Brillanz aufs Beste präsentiert. Die geschmeidige Virtuosität der begabten jungen deutschen Geigerin bagatellisiert geradezu die haarsträubenden technischen Schwierigkeiten, die diese Musik einfordert.

Neben den eher kurzweiligen Freuden von Sarasates  „Habanera“  und Wieniawskis „Fantaisie brillante“ nach Themen von Gounod´s Oper „Faust“  haben wir zugleich auch die etwas tiefsinnigere Erkundung der Violintechnik in der einsätzigen sechsten Solosonate von Eugene Ysaye, wo seitenlange Doppelgriff Passagen Höpckers makellose Intonation zeigen. ... Fast ohne Pause zwischen den Tracks kündigt das Klavier direkt anschließend Saint-Saens „Havanaise“ an. Auch hier fliegen Höpckers Finger mit atemberaubender Geschwindigkeit über das Griffbrett , und Präzision wechselt sich ab mit ihrem betörenden Ton in den langsamen Passagen.

Wie auch immer, man sollte Höpckers quicklebendige Geläufigkeit der Griffhand im finalen Allegro molto vivace (der Zigeunerweisen) unbedingt hervorheben, denn da gelingt ihr gleich zu Anfang ein Meisterstreich den sie später in der CD noch oft wiederholt, besonders wenn langsame und schnelle Abschnitte sich abwechseln.Fabio Bidini ist der ganz unvermittelt  auf die Solistin reagierende, sehr gut ausbalancierte Partner am Klavier. ...

David Denton, „The Strad“, London - März 2013

... Instrumentenspezifische Virtuosenwerke unter sehr verschiedenen künstlerischen Aspekten zu sehen, ist durchaus legitim. Besonders die Kompositionen für Violine geben daher die Möglichkeit, den Geiger in seiner Persönlichkeitscharakteristik deutlich sichtbar werden zu lassen. Violinistische Technik - auch Akrobatik, brillanter Ton und guter stilistischer Geschmack sind deutlich erkennbare Markenzeichen. Sabrina -Vivian Höpcker verfügt über diese instrumentalen Parameter. Dazu sind eine große künstlerische Anlage, eine innige Tongebung und eine vornehme menschliche Grundhaltung deutlich hörbar: eine außergewöhnliche Geigerin! ...

Prof. h.c. Alois Kottmann
Ein Hauch von Exotik...

… Virtuosenmusik, die zur Zeit ihrer Entstehung wegen ihrer fremdartigen Tanzrhythmen und folkloristischen Elementen einen Hauch von Exotik ausstrahlte, doch heute noch genauso fasziniert wie damals, besonders wenn sie so mitreißend dargeboten wird wie auf dieser CD.

Sabrina-Vivian Höpcker spielt diese teilweise grausam kniffligen Werke mit technischer Makellosigkeit. Doch es ist nicht der Hang zur Akuratesse, der ihr Spiel leitet. Immer stellt sie ihr technisches Können in den Dienst des Werkes. Ihr spieltechnisches Rüstzeug und ihre reiche Ausdruckspalette bilden die Grundlage für Interpretationen, die gefangen nehmen. Gleich zu Beginn veredelt Sabrina-Vivian Höpcker das an sich ziemlich belanglose Material eines Virtuosenfetzens  wie Pablo de Sarasates „Zigeunerweisen“. Ihr Spiel ist elegant, mit schlankem Ton, nahezu frei von jeder Rauheit, zurückhaltend, ohne falsch aufgesetzte Sentimentalität.

Im abschließenden Allegro molto vivace lässt sie die virtuosen Funken sprühen. Wenn im weiteren Verlauf der CD dann die letzte der sechs Solosonaten op. 27 von Eugène Ysaye erklingt, die der belgische Komponist für sechs verschiedenen Virtuosen schrieb und die für den Geiger Gidon Kremer „zu den schwierigsten Werken für Violine solo zählen“, spürt man bei Sabrina-Vivian Höpcker nichts von der gewaltigen schweißtreibenden Anstrengung, die dieses Werk dem Musiker abverlangt. Das klingt wie selbstverständlich. Man kann sich entspannt zurücklehnen und genießen, und  ist zugleich doch atemlos vor Spannung, was da vor seinen Ohren geschieht.

„Habanera“ ist eine CD, die die Zeit wie im Fluge vergehen läßt. Und wenn die letzten Takte der „Faust“-Fantasie von Henri Wieniawski verklingen, wundert man sich, dass man länger als eine Stunde wie gebannt gelauscht hat, wie großartig die beiden Künstler Sabrina-Vivian Höpcker und ihr behutsam begleitender Partner Fabio Bidini die dargebotenen Kompositionen in Klang gesetzt haben. ...

Gisbert Hänsel, Westfalen-Blatt
Sabrina-Vivian Höpcker glänzt mit hochvirtuosem Spiel

... Musik voller Leben und Leidenschaft spielt Sabrina-Vivian Höpcker auf ihrer neuen CD „Habanera". Grundlage ihrer eleganten Kunst ist eine atemberaubende Virtuosität. … So ist diese Komposition („Legende“) das besondere Beispiel für die herausragende Reife der musikalischen Persönlichkeit Sabrina-Vivian Höpckers. Sie spielt diese Elegie mit einem wunderbaren Ton, der ihrer Geige die Aura eines bis dahin nirgendwo gehörten Blasinstrumentes verleiht. Dabei führt sie die Melodie in einer anrührenden Zweistimmigkeit, deren Eleganz selbst den härtesten Skeptiker betören wird.

Sie stellt sich mit überzeugender Selbstsicherheit in die Tradition der großen Virtuosen des 19. und 20. Jahrhunderts, für die bis heute der Name des Teufelsgeigers Paganini steht. Sabrina-Vivian Höpcker ist aber von ganzem Herzen Musikerin, das heißt, sie stellt ihre spieltechnisch atemberaubende Virtuosität so fantastisch in den Dienst eines facettenreichen Ausdrucks, dass ihre technische Hochseilartistik ganz in der jeweiligen Stimmung aufgeht. Ob „Habanera“ oder „Polonaise“ - allen Tänzen wohnt eine mitreißende Leichtigkeit inne, die jedem Hörer das Erlebnis schenkt, dass Anspruch sich erfüllt, wenn er zur zweiten Natur wird.

Ein „Gedicht“ ist auch die Solo-Sonate von Eugène Ysaye (1858 - 1931), die stellenweise klingt als hätte ein Streichquartett seinem Violoncello eine Pause gegönnt, weil die beiden Violinen und die Viola einander genug zu „erzählen“ haben. Atemberaubend, wie Sabrina-Vivian Höpcker ihr Instrument in diesem Werk zu einem ganzen Ensemble zu erweitern und dabei jeder Stimme ihre ganz eigene Farbe zu verleihen vermag.

Der CD gelingt das Kunststück, ihren Hörern den Eindruck eines Live-Konzertes zu schenken. ...

Andreas Schwabe, Lippische Landes-Zeitung
Zauberstückchen

... Auf dem Cover fliegen die Haare, auf der CD die musikalischen Fetzen: Sabrina-Vivian Höpcker hat jetzt eine Einspielung virtuoser Schaustücke für Violine vorgelegt, die es tatsächlich in sich hat. ...

Udo Stephan Köhne, Mindener Tageblatt

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